Themenkonzerte

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TRUST & RESISTANCE

Mit „trust & resistance“ schafft die Cellistin Katja Zakotnik einen wunderbaren Solo-Konzertabend, der verfemter Musik gewidmet ist, sowie Komponistinnen und Komponisten, die unter Diktaturen litten oder heute leiden. Es ist eine bewegende Hommage an jene, die trotz widrigster Umstände ihre Stimme in Noten verwandelt haben.
Die Werke – generell tonal und verständlich – erzählen von Mut, Hoffnung und einer ungebrochenen Kraft. So zum Beispiel das „Wiegala“ von Ilse Weber, die im KZ Auschwitz ermordet wurde, als sie eine Kindergruppe betreute. Oder das „Chonguri“ von Sulkhan Tsintsadze aus Georgien, einem Land im Umbruch, in dem der Protest gegenwärtig keine Pause kennt. Eine Komponistin aus Indien kommt zu Wort, eine Tonkünstlerin aus dem Iran: über dreiviertel der Musik, die in diesem Konzert erklingt, stammt aus weiblicher Feder. Katja Zakotnik moderiert und liefert die Hintergründe.

Die Klänge in „trust & resistance” bieten die einzigartige Gelegenheit, Geschichte und Emotionen nachzuempfinden und schließlich – durch die einfühlsame Dramaturgie – voller Resilienz zu verbleiben.

Die Frieda Belinfante Story

Diese Frau war alles, außer durchschnittlich: Cellistin Frieda Belinfante war die erste Dirigentin eines professionellen Orchesters in Europa. Sie war lesbisch. Sie wurde von den Nazis zur „Halbjüdin“ erklärt und ging in den Widerstand.

In den Zwanzigerjahren verliebte sich Frieda Belinfante in die Komponistin Henriëtte Bosmans. Diese widmete ihr mehrere Cellowerke. Sie teilten die Bewunderung für die französische Kultur.

Ein außergewöhnliches, moderiertes Konzert, das Musik von Henriëtte Bosmans und französische Chansons verbindet. Katja Zakotnik (Cello) und Dimitri Malignan (Klavier) richten ihren Blick auf eine Kämpferin, die sich unermüdlich für diejenigen einsetzte, die weniger Glück hatten als sie selbst.

Courage! – Bedeutende französische Komponistinnen

Erst bewundert und gefördert, dann vergessen: große Karrieren waren für französische komponierende Frauen vor Jahrhunderten bereitsdurchaus gängig. Dazu hatten die heute wenig beachteten Tonkünstlerinnen häufig ein aufregendes Leben!
Katja Zakotnik (Cello) und Lorenzo di Toro (Klavier) heben musikalische Schätze von u.a. Pauline Viardot-García, Nadia und Lili Boulanger sowie Rita Strohl und entführen das Publikum in unbekannte Welten Frankreichs. Dazu nutzen sie eine Art von Moderation, die man sonst aus Hörspielen und Radio kennt:
Mittels Geräusch-Einspielungen machen sie die Geschichten rund um die
Tonkünstlerinnen hörbar. Eine neue Art des Konzert-Erlebens mit wunderschönen
Kompositionen des 18. und 19. Jahrhunderts.
Die Konzertbesetzung Cello-Klavier-Duo kann auf Wunsch ergänzt werden durch Klarinette für das Klarinettentrio von Louise Farrenc.
Dieses Themenkonzert trug früher den Titel „Sonorités féminines“.

Europas Kühne Komponistinnen

Komponistinnen in Europa hatten manchmal keine, manchmal eine hürdenreiche, ab und zu eine große Karriere. Sie alle verbindet, dass sie in den heutigen Konzertprogrammen kaum auftauchen. In diesem Konzert werden von der Cellistin Katja Zakotnik und dem Pianisten Lorenzo Di Toro europäische Komponistinnen aus mehreren Jahrhunderten und unterschiedlichen europäischen Ländern vorgestellt. Es erklingen Werke von Madeleine Dring, Grazyna Bacewicz, Helene Liebmann, Henriette Bosmans, Alibhe McDonagh und Rita Strohl.

Wer dieses Konzert besucht, taucht ein in eine Welt Europas, die lange verborgen war.
Eine kleine Improvisationstheater-Einlage ist Teil der spannenden und unterhaltsamen Moderation.

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